Eiberg
Jun.
22

Zur Geschichte des Hofes Schulte-Mecklenbeck in Horst

22.06.2017

Am Donnerstag, den 22.06.2017 hatte sich der Heimatgeschichtskreis Eiberg für dieses Mal die Geschichte des ehemaligen Hofes Schulte-Mecklenbeck in Horst vorgenommen, der sogar schon um 1050 erstmals als Unterhof des Werdener Oberhofes in Bochum-Weitmar erwähnt wurde. Bereits im ausgehenden Mittelalter führte dieser Hof den Titel eines Schulten, der für die Aufsicht der nachgeordneten Höfe sorgte. Er war neben Schulte-Möckershof, Schulte-Vieting und Schulte-Bockholt einer der Schultenhöfe, die am Schultenweg lagen. Der Name stammt vom benachbarten Bach Mecklenbecke, was großer Bach bedeutet. Um den Bachlauf zu überqueren führte die Straßenführung des Sachsenrings, der früher andere Namen hatte, an diesem Hof vorbei.  Zu dem Hof gehörte auch ein Teich mit einer Wassermühle, die zuletzt durch Elektrizität angetrieben wurde. 1942 wurde diese durch eine Bombe völlig zerfetzt.  Nach Abriss der alten Hofesgebäude wurde dort das beliebte Schwimmzentrum errichtet.  Er stand dicht an der Grenze der ehemals selbstständigen Gemeinde Eiberg und zur Bauerschaft Beule im Gericht Horst.  Heute gehört das Areal, wie auch ein großer Teil Eibergs auch, zum Stadtteil Freisenbruch. Interessant war, dass bei dem Lichtbildervortrag den Christian Schlich in der ehemaligen Eiberger Kirche hielt, auch Nachfahren der Familie Schulte-Mecklenbeck anwesend waren.

(Fotos aus Privatbesitz Frau Scharf)

Hof Schulte-Mecklenbeck 1940  Alte Mühle Schultenweg 48 nach Bombentreffer Juni 1942

Mai.
21

Schnadegang durch Eiberg

21.05.2017

Bei strahlendem Sonnenschein fand der diesjährige Schnadegang statt. An der ehemaligen Eiberger Kirche trafen wir uns. Nach Begrüßung und einigen Hinweisen zum Gedenkstein und zur heutigen Nutzung des ehemaligen Kirchgebäudes zogen wir zum Hof Schulte-Bockholt. Der Gruppenleiter erklärte etwas zum Namen, der Geschichte und dem Wappen des ehemals größten Eiberger Hofes. Die nächste Station war das Umspannwerk Eiberg, wo den Teilnehmern anhand eines Planes die Bedeutung und Größe der Anlage bewusst wurde. Wegen der umfangreichen Modernisierungs- und Bauarbeiten war ein Rundgang um dieses Umspannwerk nicht vorgesehen. 

Nach Überqueren der Stadtgrenze war der nächste Halt am Hof Grümer mit dem Aktivstall.  Der frühere Name "Drenhaus" wurde erklärt. Auch waren an dem Hof  die Spuren des gewaltigen Sturmes Ela von 2014 noch heute gut sichtbar. Vom Stalleickenweg ging es dann einen Feldweg rechts zwischen den Feldern des jungen Getreides direkt zum Endziel, zur Pilgerkapelle St. Bartholomäus, die von außen und innen besichtigt wurde. Hier gab es auch wieder einige interessante Informationen vom früheren Herbergshaus für die Jakobspilger, die dort auf dem langen Weg nach Santiago de Compostella rasteten, Informationen von der Historie der alten Kapelle und vom Galgenpastor, was auch schriftlich weitergegeben wurde. Auch Angaben zur benachbarten Gaststätte Kümmel Kopp wurden zum Besten gegeben.

Der Rückweg führte uns am ehemaligen Stalleikmannhof vorbei, wo auch alte Fachwerkhäuser aus anderer Stelle hier aufgebaut eine nette, private Idylle bieten. Einen kurzen Stop gab es an der ehemaligen Sevinghauser Schule, die von Kindern aus dem 1926 nach Wattenscheid gekommenen Teil Eibergs besucht werden musste. Wir passierten die frühere Gärtnerei Renzel, aus der der Essener Sozialdezernent stammt und zogen dann den Stalleickenweg weiter, der auch die Ostgrenze der ehemals selbständigen Gemeinde Eiberg bildete. In diesem Zusammenhang wurde auch der Begriff "Schnadegang" historisch als Gang zur öffentlichen Besichtigung der Gemeindegrenze erklärt.

Schließlich erreichten wir wieder den Ausgangspunkt und nahmen gerne die Gelegenheitzu einer Rast im Eiberger Café an.

(Fotos: Dieter Eilmes)

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Mär.
16

Steeler Sanierung - Bilder und Notizen ab 1967

16.03.2017

Nach der Begrüßung der vielen Teilnehmer durch den Vorsitzenden Christian Schlich verstand es der Referent Klaus Geiser, mit sehr gut ausgesuchten Lichtbildern das enorme Ausmaß der vor etwa 50 Jahren stattgefundenen Umbaumaßnahme von Steele sehr anschaulich zu machen. Ganze Häuserreihen wurden abgerissen, einige Straßen wurden höher gelegt und bekamen eine ganz neue und breite Straßenführung, Brücken wurden abgerissen und neu gebaut, Eisenbahnschienen wurden neu und höher verlegt, so dass auch eine hohe Mauer hin zum Steeler Rott entstand. Über 2000 Wohnungen wurden vernichtet, für die wieder in Form von Hochhäusern zeitgleich moderner Ersatz geschaffen werden musste. Den Anwohnern seien damals viele Unannehmlichkeiten, Dreck und Lärm zugemutet worden. Es gab anschließend eine rege Aussprache. Ein älterer Teilnehmer aus dem angrenzenden Wattenscheider Teil Eibergs äußerte, dass nach der Teilung Eibergs in 1926 für den östlichen Teil Eibergs Steele immer noch die Einkaufsstadt war. Seit der Sanierung Steeles sei das endgültig nicht mehr der Fall gewesen. Der Referent wies auch darauf hin, dass diese Sanierung in den heutigen Schriften als ein Negativbeispiel einer Stadtsanierung beschrieben würde. Herr Zierus von der Bezirksvertretung konnte noch Wesentliches zu der Vorgeschichte beitragen und erklären, dass sich das ganze enorm große Vorhaben mit Pausen versehen in die Länge zog, und dass zur damaligen Zeit kein Verantwortlicher sich Gedanken über historisch Erhaltenswertes machte, so dass viele Fachwerkhäuser und auch der schöne Bahnhof Steele-West dem Abriss gedankenlos zum Opfer fielen.

Fotos: Gregor Heinrichs

Vortrag von Klaus Geiser  Vortrag Klaus Geiser

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