Impressionen aus Eiberg
Mai.
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Schnadegang

10.05.2026

Der diesjährige Schnadegang führte die Teilnehmer auf den Spuren des Feuerlöschwesens in Eiberg anlässlich des 125. Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Horst-Eiberg.

Vorbei am Hof Schulte-Bockholt, der 1879 gleich zweimal durch Brandstiftung zerstört wurde und die Gemeindevertretung Eibergs zur Anschaffung einer ersten Feuerspritze im Jahre 1882 zwang, und dem Hof Drenhaus (Grümer), der 1777 einem Feuer und 1942 Brandbomben zum Opfer fiel, ging es zur alten Eiberger Schmiede in Stalleiken. Dort beim Schmiedemeister Storp wurde die neubeschaffte Feuerspritze bis 1888 aufbewahrt. Doch die Aufsichtsbehörde forderte eine Vorhaltung mehr im Mittelpunkt der Gemeinde. So baute man 1888 ein erstes Gemeindespritzenhaus an der Straße Schirnbecker Teiche auf der Wiese des Bauern Kamann und legte dort einen Brunnen an. Die Spritze verblieb bis 1901 dort, wurde aber wegen der Bebauungsdichte um die Zeche Eiberg herum zum Hof Althoff neben der Zeche verlegt.

Am Umspannwerk entlang ging die Wanderung zum Hof Brandhoff (Kamann), wo man heute noch eine schöne Torbalkeninschrift aus dem Jahre 1826 lesen kann. Auch hier wurde das damalige Fachwerkhaus durch ein kleines Fünklein Feuer ein Raub der Flammen, so dass es neu errichtet werden musste.

Den Endpunkt der Tour stellte das heutige Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr am Schultenweg 84B dar. Dort war 1912 nach der Gründung der Freiwilligen Bürgerfeuerwehr Eiberg im Jahre 1911 ein Gerätehaus mit Steigeturm auf dem Schulhof der katholischen Eibergschule errichtet wurde, welches im 2. Weltkrieg wegen der Eisenteile teilweise demontiert wurde und noch bis 1987 rudimentär erhalten blieb. 1982 konnte die Wehr den alten Schulpavillon als Unterkunft und 1987 eine neugebaute Fahrzeughalle übernehmen. Seitdem sind noch zwei Fahrzeugunterstände ergänzt und der Pavillon 2007-2009 komplett saniert worden.

Foto: C.Schlich, Archiv FF Horst-Eiberg

Beim Schnadegang   FF Eiberg Steigeturm 1912

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