Eiberg im Frühling
Mai.
27

Schnadegang auf den Spuren der Mariannenbahn durch Eiberg

27.05.2018

Schon am Treffpunkt zum Schnadegang "Auf den Spuren der alten Mariannenbahn durch Eiberg" versprach Gregor Heinrichs den Teilnehmern eine Wanderung durch schöne Natur.

Zunächst galt es, zu dem Punkt  zu gelangen, an dem die alte von Pferden gezogene Mariannenbahn von Höntrop kommend die Eiberger Gemeindegrenze erreichte. So gingen wir an der Mecklenbecke und dann an der wild bewachsenen Uhlendahlbecke entlang über den Uhlendahlweg bergauf zum Stalleikenweg. Von dort führte uns weiter ostwärts ein wunderschöner Waldweg zur Straße Am Hosiepen. Wie es zu einem ursprünglichen Schnadegang gehörte, konnten wir dort den Zustand der ehemaligen Gemeindegrenze in Augenschein nehmen und gelangten zur Obereiberger Osterfeldsiedlung.

Schon beim ersten Haus am Abzweig August-Macke-Weg machten wir Halt, denn dort erreichte die Mariannenbahn Eiberger Gebiet. Hier gab es Informationen über die Zeche Maria Anna&Steinbank (Standort in Höntrop: Nähe Reiterweg) , die ein Zusammenschluss der Zechen Maria Anna (Standort Kirche St. Marien in Höntrop-Süd), Gute Aussicht (Standort: Wattenscheider Hellweg, Ecke Rauks Feld) und Zeche Steinbank (Standort Nähe Höntrop Bahnhof). Die mit Lokomotivspur ausgelegte Mariannenbahn wurde für den Kohletransport zur Schiffsverladestelle nach Steele 1854 genaut. Da 1870 die rhein.-bergische Bahnan angelegt wurde, und die Zeche dort einen eigenen Gleisanschluss bekam, wurde die Pferdebahn überflüssig.

An der Käthe-Kollwitz-Straße ließ der Anwohner Herr Kerkhoff wissen, dass er einmal in seinem Garten eine aus Beton bestehende durchgehende Eisenbahnschwelle der Mariannenbahn ausgegraben habe. Als wir wieder den Stalleikenweg erreichten, sahen wir den einst aufgeschütteten Damm, der die Mariannenbahn an dem Sumpfgebiet  der spelbergschen Wiese vorbei hinüber zu den Feldern am Uhlendahl führte.

Inzwischen besichtigten wir auf dem Hof Hindefdeld die alten Schienensteine, die so behauen waren, dass die Schienen auf ihnen befestigt werden konnten. Es ging dann weiter zur Westgrenze der alten Gemeinde Eiberg, zum Anfang der Imandtstraße, wo die Mariannenbahn das Eiberger Gebiet wieder verließ. Dort bogen wir in den Privatweg  mit Schild "Auf eigene Gefahr" ein und kamen in das Quellgebiet des Eibergbaches, in ein schönes und uriges altes Waldstück. Von dort erreichten wir durch eine Zufahrt  zwischen Getreidefeldern wieder den Uhlendahlweg und schließlich unseren Ausgangspunkt am Eiberger Cafe, Schultenweg 137.

Fotos: copyright Gregor Heinrichs

Alte Schwellensteine der Mariannenbahn   Hof Hinderfeld am mittelalterlichen Siedlungskern Eibergs   das urige Quellgebiet des Eibergbaches

 

 

Mär.
22

Eiberger Strassennamen und ihre Bedeutung

22.03.2018

Erneut konnte der HGK Eiberg mit einem Thema aufwarten, dass auf ein großes Interesse stieß. Im bis auf den letzten Platz gefüllten Vortragsraum referierte Dieter Eilmes über die Eiberger Straßennamen. Aufgrund von eigenen Recherchen und Auswertungen ausgewählter Quellen verstand er die Herkunft und die Bedeutung der über vierzig Straßenzüge in Eiberg unter Verwendung aktueller Ansichten den Vortrag lebendig und anschaulich zu gestalten.

(alle Fotos: Dieter Eilmes)

 Varenholzstrasse Ecke Stalleickenweg   Kleverkämpchen   Denkmaltafel am Göpel

Feb.
22

700 Jahre Energie aus Kohle, bis zur letzten Zeche

22.02.2018

Das Thema Bergbau scheint auch noch in unsere Tage hinein ein sehr interessantes zu sein, denn der Vortrag von unserem Heimatfreund Corneel Voigt zog so viele Besucher an, dass einige sogar stehen mussten. Im voll besetzten Saal zeigte der Profifotograph alte wie neuere Bilder unserer 700jährigen Bergbaugeschichte.

Neben Fotos füherer, zum Teil noch heute sichtbaren Spuren des alten Stollenbergbaues, sowie älteren und neueren Förderanlagen des Ruhrgebietes, spannte er einen illustren Bogen der einstigen Zechenlandschaft. Die professionellen Luftaufnahmen, die Bilder unter Tage, sowie die Ansichten von Zechendemontagen gaben ein beeindruckendes Bild einstiger bergmännischer Betriebsamkeit.

Die Bilder wurden von Corneel Voigt erläutert, kommentiert und mit mancher Anekdote angereichert, stammt er doch selbst aus der Familie Vogelsang ab, die in Horst die Zeche Wohlverwahrt einst betrieb. Das Publikum lauschte daher sehr aufmerksam seinen Ausführungen.

Zum Schluss bedrückte jeden dann doch die Tatsache, dass Ende 2018 die letzte Zeche im Revier (Prosper Haniel in Bottrop) für immer geschlossen wird.

(Fotos: C.Schlich)

  Vortrag 700 Jahre Energie aus Kohle   Vortrag 700 Jahre Energie aus Kohle   Vortrag 700 Jahre Energie aus Kohle   Vortrag 700 Jahre Energie aus Kohle

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