Impressionen von Tafelaufstellungen
Aug.
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Schnadegang durch Eiberg

07.08.2021

Nach langer Corona-Zwangspause startete der Heimatgeschichtskreis Eiberg wieder seine Veranstaltungen mit dem beliebten "Schnadegang", einer geschichtlichen Wanderung um und durch Eiberg mit geschichtlichen Informationen.

Bei gutem Wetter kamen über 25 Interessierte zum Startpunkt an der ehemaligen Eiberger Kirche und folgten Gregor Heinrichs auf der Wanderung, die sich dem Thema der Eiberger Bäche widmete.

So ging es zunächst über den Schultenweg am Hof Drenhaus (Grümer) vorbei zur "Mecklenbecke", die ihr Wasser in Höntrop an der Zollstraße sammelt und längs der Bahnlinie verläuft. Die Mecklenbecke, was so viel wie "großer Bach" bedeutet, war zudem vielfacher Namensgeber, so u.a. in der Landwirtschaft für den Hof Schulte-Mecklenbeck, als Straßenbezeichnung "In der Mecklenbeck" in Höntrop und im Bergbau als Bezeichnung von Stollenbetrieben im 18. und 19. Jahrhundert wie Mecklingsbank und Mecklingsbänker Erbstollen. Von dort aus führte die Wanderung durch das Hosiepen und an der ehemaligen Mariannenbahn vorbei hinauf nach Obereiberg zur Quelle der "Eibecke" in der Nähe des Hofes Hinderfeld (Heinrichs), die nach Dahlhausen zur Ruhr fließt. Dann begaben sich die Wanderer über den durch Regen stark ausgespülten Uhlendahlweg entlang der "Uhlendahlbecke" wieder ins Tal der Mecklenbecke. Nur unweit des ehemaligen Uhlendahlkotten mündet die "Mecklenbecke" heute in den "Eibergbach", der sein Wasser im Bereich der Imandtstraße sammelt und die historische Grenze zwischen Horst und Eiberg bildet. Der "Eibergbach", der den eigentlichen Bachnamen "Mecklenbeck" verdrängt hat, ist keine historische Bachbezeichnung im eigentlichen Sinne, sondern schlich sich beginnend ab 1900 als eine verwaltungstechnische Bezeichnung ein und ist heute die amtliche Bachbezeichnung.

Nach zwei Stunden erreichte die Wandergruppe über das sogenannte "Uhlennest" und die Wegmannstraße wieder den Ausgangspunkt mit interessanten Einblicken zur Historie von Eiberg, wobei sie gleich zweimal die Grenze zwischen Rheinland und Westfalen überschritt. Auch das Thema Hochwasser und Überschwemmungen in unserer Heimat sorgte angesichts des Gewässerthemas für Gesprächsstoff während der Wanderung.

Die WAZ Wattenscheid berichtete in ihrer Ausgabe vom 09.08. über diesen Schnadegang.

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Quelle: http://eiberg-heimatgeschichtskreis.de/blog/219/schnadegang+durch+eiberg